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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 02-02-2010

 

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Frankfurter Rechtsanwalt kritisiert B 64n

Beauftragt von der IWS, der BVW, den Naturfreunden Beelen sowie dem Verein Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock (Herzebrock-Clarholz) hat der Frankfurter Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, im Warendorfer Haus Allendorf zum Thema B 64n referiert. Mehr als 100 interessierte Zuhörer kamen.

Matthias  Möller-Meinecke rückte eine Vielzahl zusätzlicher, bisher zum Teil wenig beachteter Aspekte rund um die B 64 in den Blickpunkt. Er verdeutlichte, dass die B 64 für den Wirtschaftsverkehr die Lebensader der Region ist. Für die unmittelbar an der Bundesstraße gelegenen Unternehmen - allein von Warendorf bis Herzebrock sind das rund 130 - sei die Bundesstraße vielfach die Wirtschaftsgrundlage. Dabei handelt es sich außer verschiedensten größeren und kleineren Einzelhändlern, Dienstleistern, Gastronomen und Tankstellen auch um Produktionsbetriebe. 

Darüber hinaus verbinde die B 64 das Mittelzentrum Warendorf mit umliegenden Unterzentren und diene damit auch dem Verbleib der Kaufkraft in der Region. Hiervon profitiere der gesamte örtliche Einzelhandel. Im Falle des Baus der B 64n in der geplanten Weise drohe insbesondere auch der innerstädtischen Kaufmannschaft in Warendorf ein immenser Kaufkraftverlust in Richtung Münster und Bielefeld.

Darüber hinaus wies Möller-Meinecke auf die wirtschaftlichen Auswirkungen für die regional sehr wichtige Landwirtschaft angesichts des Preisverfalles hin. Die geplante B 64n entziehe nicht nur den unmittelbar betroffenen Landwirten Wirtschaftsflächen. Die für Umgehungsstraßen  zwingend durchzuführende Unternehmensflurbereinigung verteile die Flächenverluste auch auf Landwirte und Grundeigentümer, deren Eigentum sich weit weg von der geplanten Trasse befindet. Zudem führe die Verknappung von Wirtschaftsflächen in der gesamten Region zu einem deutlichen Anstieg der Pachtpreise. Zur Beratung der Grundeigentümer haben die IWS, die BVW, die Naturfreunde Beelen sowie der Verein Kulturlandschaft vor diesem Hintergrund für die Landwirte der Region Ansprechpartner benannt. Dies sind für Warendorf Paul Afhüppe (Ortslandwirt Neuwarendorf) und Hermann-Josef Serries, in Beelen Robert Ostermann und Andreas Bernsmann sowie der Clarholzer Eugen Lutzny.

 Möller-Meinecke bewertet die B 64n als nicht ausgleichbaren Störfaktor für die schützenswerte Kulturlandschaft der „münsterländischen Parklandschaft“ und prognostizierte Einnahmeausfälle für den Tourismus und Attraktivitätsverluste für die Naherholung.  

Der Fachanwalt für Verwaltungsrecht entwickelte Verbesserungsvorschläge für die derzeitige Verkehrssituation entlang der B 64. Hier seien im Interesse der betroffenen Gemeinden, der Sicherheit der Passanten und der Arbeitsplätze im Handel ein Ausbau der Verkehrsknoten erforderlich. So sei vordringlich die von den Vereinen seit Jahren geforderte Einrichtung einer „Grünen Welle“ in allen Orten zu realisieren. Pförtnerampeln sollen nur so viel Verkehr in die Ortslage lassen, wie mit einer grünen Welle passieren könne. Das vermeide Staus und verbessere kurzfristig den Verkehrsfluss. Außerdem nehme der Schadstoffausstoß um ca. ein Viertel ab und die Lärmbelastung durch wartende und anfahrende Fahrzeuge werde deutlich reduziert. Daneben seien jedoch weitere Maßnahmen erforderlich, die in den einzelnen Orten gemeinsam mit Verkehrsplanern erarbeitet werden müssten.

 

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Stand: 02. Februar 2010