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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 08-04-2006

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Keine Einigkeit bei Ausbau der B 64

(Warendorfer Rathausecho Ratsmitglied Manfred Lensing-Holtkamp, Bündnis 90/Die Grünen)

  Die „Große Koalitionsrunde“ kürzlich im Warendorfer Kreishaus stand ganz im Zeichen parteiübergreifender Einigkeit. Die lästigen Grünen sitzen ja nun nicht mehr am Kabinettstisch, weder in Düsseldorf noch in Berlin. Planungsverfahren können sie darum auch nicht mehr blockieren. Und wir, so die Botschaft aus der Runde im Kreishaus, können nun endlich frei schalten und walten.  

Als Voraussetzung für die weitere Planung spielt der „politische Konsens in der Region“ offensichtlich eine ganz wichtige Rolle. Er dürfte auch mühelos herzustellen sein. Schließlich „profitieren doch alle von einer kreuzungsfreien Verbindung zwischen Münster und Rheda.“ Dies behauptet jedenfalls die Unternehmerinitiative „B 64 Plus“.  

Ich persönlich bin da aber ganz anderer Meinung. Und mit mir viele andere auch. Insofern möchte ich den demonstrierten Konsens anzweifeln und beispielhaft einige Personengruppen nennen, die aus dieser vermeintlichen Geschlossenheit herausfallen:  

die Umwelt- und Naturschutzverbände, die wissen, dass der Bau jeder neuen Straße mit sehr viel Zerstörung und nachteiligen Folgen verbunden ist, und die darum auf umweltfreundliche Mobilität setzen
die Landwirte, die um ihre berufliche Existenz fürchten müssen oder im schlimmsten Falle sogar ihren Hof verlieren
Eltern, die ihren Kindern eine lebenswerte Welt erhalten möchten und die nicht einsehen, dass die nachfolgenden Generationen einmal für Straßenbauprojekte aufkommen sollen, die heute auf Pump gebaut werden
Bürgerinnen und Bürger Warendorfs, die erkannt haben, dass die überregionale Straße B 64n für unsere Stadt und deren Einwohnerschaft unter dem Strich mehr Nachteile als Nutzen bringt
Spaziergänger, Radfahrer, Jogger und Reiter, die befürchten, dass der landschaftliche Reiz der Bauerschaften verloren geht
Förderer des sanften Tourismus, die durch die Zunahme von Lärm- und Schadstoffemissionen ihren Wirtschaftszweig beeinträchtigt sehen
Liebhaber des Waldes, die verhindern möchten, dass die Waldungen Bockholtsbüsche in Neuwarendorf und Landratsbüsche in Vohren großen Schaden nehmen
…..

Wir Grünen sind gegen die Realisierung der B 64n-Planungen und freuen uns, dass immer mehr Mitglieder auch anderer Ratsfraktionen Bedenken äußern. Unsere besondere Anerkennung findet es, dass außer uns fünf Grünen auch zwei andere Ratsvertreter am 16.Dezember gegen die Resolution gestimmt haben. Einige weitere Ratsmitglieder haben sich der Stimme enthalten.  

Sehr zu schätzen wissen wir das Engagement der B 64n-kritischen Bürgerinitiativen IWS und BVW. Mit ihrer für Sonntag, den 7. Mai geplanten Aktion in den Landratsbüschen wollen sie einen deutlichen Akzent gegen Natur- und Landschaftszerstörung setzen. Dies findet unsere volle Unterstützung.  

 

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Stand: 08. April 2006