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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 09-02-2008

 

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B 64n nicht mehr haltbar

Daniel Kebschull, Vorsitzender des Nabu-Kreisverbands, reagiert in Form eines offenen Briefes an den Landrat auf den Artikel "Entlastung durch Umgehungsstraße" in der "Glocke" vom 7. Februar:

Sehr geehrter Herr Dr. Gericke,

was die B 64n betrifft, muss ich Ihrer Einschätzung aufs Schärfste widersprechen. Eine Entlastung der Stadt Warendorf hätte schon längst durch den Weiterbau der Stadtstraße Nord und der Installation eines neuen Ampelsystems mit grüner Welle geschehen können. Auch eine Förderung der Bahnlinie „Der Warendorfer“ und ein überfälliger Bahnhofsneubau würde die Verkehrssituation entlasten.

 Zudem ist diese vollkommen überdimensioniert geplante B 64n in ihrer veralteten Planung längst so nicht mehr haltbar. Wenn man die langfristige Stadtplanung in Warendorf im Auge hat, muss man doch erkennen, dass die Stadtteile Warendorf und Freckenhorst auf kurz oder lang zusammen wachsen werden. Wenn das der Fall ist, liegt die B 64n innerhalb kürzester Zeit wieder in der Stadt Warendorf. Auch zu Zeiten knapper Staatskassen, steigender Treibstoffpreise und einem täglichen Flächenverbrauch von bundesweit rund 125 ha sollte ein Umbau der B 64 in der Ortslage und eine Stärkung des Schienenverkehrs als Maßnahme bevorzugt werden.

Auch das oftmals angeführte Argument der Wirtschaftsförderung hinkt. Denn in vielen Gegenden Deutschlands hat man durch den Bau von Schnellstraßen genau das Gegenteil erreicht. Durch die schnellere Erreichbarkeit der Ballungszentren wandert die Kaufkraft ab und das heimische Gewerbe stirbt aus.

Aber statt neue Erkenntnisse in die Entscheidungen einfließen zu lassen, wird in Warendorf an den alten Lieblingskindern der Stadtväter wider besseres Wissen festgehalten. So sollen Bauerschaften wie Neuwarendorf, Westbezirk, Ostbezirk und Vohren durchschnitten werden, was diesen sozialen Gemeinschaften einen erheblichen Schaden zufügt. Ganz zu schweigen vom Schaden an unserer heimischen Natur. Eine besondere Belastung stellt die Dammlage dar, in der die B 64n die Landratsbüsche und die Bauerschaft Vohren durchschneiden soll. Diese bedeutet eine massive Beeinträchtigung von Flora und Fauna und eine irreversible Verschandelung des Landschaftsbilds.

Ich hoffe dass die Vernunft in Warendorf doch noch siegt und die veränderte Sachlage seit Beginn der Planungen in die zukünftigen Entscheidungen einfließt. Von Ihnen als Landrat erwarten wir, dass Sie sich unabhängig von der Meinung unserer Stadtväter eine eigene Meinung bilden und sich nicht von deren festgefahrenen Einstellungen beeinflussen lassen.

 Mit freundlichen Grüßen

Daniel Kebschull, Vorsitzender des Nabu-Kreisverbands Warendorf  

 

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Stand: 09. Februar 2008