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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 10-05-2006

 

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IWS wertet Aktion "Landratsbüsche" als einen vollen Erfolg

Zum Artikel „Nur Minderheit begeistert sich für eine Nulllösung“ („Glocke“-Ausgabe vom 9. Mai) schreibt Albert Leendertse für die Interessengemeinschaft Warendorf-Süd (IWS):  

Aus der Sicht der IWS war die Aktion Landratsbüsche ein voller Erfolg. Sicherlich hätte man es gut gefunden, wenn noch ein paar Leute mehr gekommen wären. Man sollte sich jedoch hüten, aus Zahlenvergleichen zwischen verständlicherweise hohen Erwartungen der Veranstalter einerseits und der Tatsache, dass offensichtlich viele durch andere Programmgestaltung am Sonntagnachmittag verhindert waren, irgendwelche Rückschlüsse auf die Widerstandskraft großer Anteile der Bevölkerung abzuleiten.

So kann beispielhaft erwähnt werden, dass am Sonntag der letzte durch die B 64n-Planung betroffene Grundeigentümer aus Vohren Mitglied der IWS geworden ist. Man kann also schon nachvollziehen, dass die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion „die ständigen Aktivitäten durchaus mit Sorge betrachten“, wie es in dem gestrigen Artikel hieß. Der abschließende Aufruf der CDU-Kreistagsmitglieder an die Bevölkerung zu stärkerem Engagement weist schließlich darauf hin, dass auch die B 64n-Befürworter mindestens genau so große Probleme damit haben, Menschen zu mobilisieren.  

Wir lassen uns nicht auf billige Weise als Nörgler abstempeln. Es geht hier schließlich um gravierende Einschnitte in das Lebensumfeld vieler Menschen. Darüber zu informieren, war am Sonntag Sinn der Sache. Dass sich dieser Information viele entzogen haben, darunter auch der Bürgermeister und - bis auf die grünen Fraktionsmitglieder und den Vohrener FWG-Ratsvertreter – unseres Wissens alle übrigen Ratsmitglieder, sollte man nicht dem Veranstalter anlasten. Ein Besuch vor Ort hätte gerade auch für die genannte Zielgruppe hohen Informationswert gehabt, weil man sich ein Bild vom Profil des geplanten Straßenbauwerks hätte machen können. IWS und NABU haben sich darum entschlossen, den Aufriss von der Straße in Dammlage noch einige Tage so bestehen zu lassen. Auf diese Weise können diejenigen, die am Sonntag nicht dabei sein konnten oder wollten, sozusagen den Ortstermin nachholen und sich kundig machen. Empfohlen sei der Eingang in den Wald gegenüber der Miele-Zufahrt. Auf Wunsch erklärt sich die Bürgerinitiative auch bereit, vor Ort die Planung der Straße in Dammlage am nachgestellten Aufriss zu erläutern.  

Sehr viele Kinder waren am Sonntag gekommen. Eine große Kindergruppe war mit dem NABU-Mitarbeiter Christian Göcking im Wald zu einem Biotop unterwegs, um dort Fauna und Flora zu studieren. Kinder, so heißt es, sind unsere Zukunft. Und auch der CDU-Kreistagsfraktion geht es ja erklärtermaßen darum, „die Zukunft zu meistern“. Nur stellt sich angesichts gravierender Einschnitte in Natur und Landschaft in der Tat die Frage, in welchem Zustand wir künftigen Generationen konkret die Bauerschaft Vohren hinterlassen wollen. Was ist das für eine seltsame Logik, die aus der Argumentation der CDU-Kreistagsfraktion spricht? Erst hat man nichts dagegen, dass die Bauerschaft Vohren durch ein Straßenbauwerk in Dammlage kaputt gemacht wird, um dann irgendwann einmal „in Naturschutz investieren zu können“? Das ist genauso wenig schlüssig wie der immer wieder konstruierte Automatismus, den man der Bevölkerung vorgaukelt: dem unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Bau der Gewaltstraße B 64n einerseits und der Schaffung von Arbeitsplätzen andererseits. Neben der landwirtschaftlichen Bedeutung Vohrens mit hochwertigen Ackerflächen sei zu bedenken, dass sich eine intakte Bauerschaft Vohren mit hohem Naherholungswert für die Weiterentwicklung des sanften Tourismus wirtschaftlich nur günstig auswirken kann. Gerade für unsere Münsterländer Region mit ihren landschaftlichen Vorzügen kann darum eine enge Verzahnung von Ökologie und Ökonomie nur von Vorteil sein.

 

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Stand: 11. März 2010