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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 12-02-2008

 

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Löst sich B 64n-Nutzen in Luft auf?

Die Berichterstattung über den "Tag der Wirtschaft" nimmt Wilhelm Thumel, Breite Str. 117, 48231 Warendorf, zum Anlass, das Thema B 64-Südumgehung aufzugreifen:

Von Seiten der IHK werden immer wieder „gravierende Standortnachteile für die Unternehmen der Region“ beklagt, die die Schaffung neuer und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze akut gefährdeten. Deshalb die Forderung: „Unternehmen brauchen vor allem eine gute Verkehrsanbindung.“ Davon könne jedoch „im Kreis Warendorf und Gütersloh keine Rede sein“. Die „schlechte Straßenverbindung“ habe „ abschreckende Wirkung auf Investoren“ und „benachteilige bestehende Betriebe“. „Für die Zukunft der ganzen Region“ sei darum der Bau der dreistreifigen Kraftfahrstraße B 64n, als „leistungsfähige Straßenverbindung zwischen Münster und Bielefeld“ unbedingt erforderlich. So die Meinung der IHK-Initiative „B 64 Plus“.

 Wie ganz anders nehmen sich vor diesem düsteren Hintergrund die Zeitungsartikel vom „Tag der Wirtschaft“ in Warendorf am politischen Aschermittwoch aus! Am Standort Beelen „fühle man sich pudelwohl“, berichtet da nämlich der Geschäftsführer des prosperierenden Unternehmens Claas Fertigungstechnik. Beelen liege „für die Bedürfnisse des Unternehmens verkehrsgünstig“. Der Transport der Produkte über die A 2 sei „problemlos“. Außerdem habe man „Regionalflughäfen … in der Nähe, sodass der wichtige Faktor Logistik passe“.

 Bei so unterschiedlichen Darstellungen der wirtschaftlichen Situation stellt sich für mich als Warendorfer Bürger die Frage: Geht es der IHK wirklich um die „Zukunft der ganzen Region“, oder haben doch in erster Linie überregionale Interessen den entscheidenden Vorrang? 

Das legt auch die Aussage des Bundespolitikers Ruprecht Polenz nahe, der bei seinem Besuch im Kreis Warendorf letzte Woche „die hohe Bedeutung der direkten Verkehrsverbindung zwischen den beiden Oberzentren Münster und Bielefeld“ herausstrich. Bleiben da womöglich die Interessen der kleineren Kommunen auf der Strecke? Haben sie nicht vielmehr die Lasten zu tragen, die ein derartiges Bauwerk wie die autobahnähnlich geplante B 64n unweigerlich mit sich bringt? 

Wird sich der Nutzen, den sich die Gemeinden Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz von dieser Straße versprechen, am Ende in vielerlei Hinsicht (auch wirtschaftlich!) in Luft auflösen oder sich sogar ins Gegenteil verkehren? Offene Fragen, die in den Gemeinden sachlich und gewissenhaft überprüft werden sollten.

 

 

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Stand: 12. Februar 2008