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Glocke 13-08-2014

 

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Neubau der B 64n nicht zur Umgehungsstraße herunterspielen

Zum Artikel "Papenbrock: Spekulationen Ende setzen" vom 08.08.2014 nimmt Albert Leendertse für das IWS-Sprecherteam wie folgt Stellung:

Immer wieder wird der Versuch unternommen, den geplanten Neubau der B 64 zu einer harmlosen „Umgehungsstraße“ herunterzuspielen. So jetzt auch wieder vonseiten der PRO-Initiativen. Ihr Vorwurf: In unserem anlässlich des Runden Tischs erstellten G4-Thesenpapier hätten wir bewusst Zahlen verfälscht, um auf diese Weise die B 64n zu einem „Monsterbauwerk“ hoch zu stilisieren.

Drei Kritikpunkte werden genannt:

1. Umfang des Flächenverbrauchs: In der Tat differieren die Angaben gewaltig. Einerseits ist von ca. 100 Hektar Verkehrsfläche die Rede (G4), andererseits von nur 38 Hektar (PRO). Die Ausgleichsfläche wird von der G4 ebenfalls mit ca. 100 Hektar beziffert, von der PRO dagegen nur mit 42 Hektar. Die unterschiedlichen Ansätze könnten sich unter anderem dadurch erklären, dass bestimmte B 64n-spezifische Faktoren von der PRO nicht genügend berücksichtigt werden. Als Beispiel sei die über weite Distanzen geplante Führung der Straße in Dammlage angeführt, so etwa in den Bauerschaften Ostbezirk und Vohren. Mit einer Sockelbreite von bis zu 50 m wirkt sie sich als regelrechter Flächenfraß aus.

Hinweise auf den wahrscheinlich anfallenden Flächenverbrauch könnte der Vergleich mit einem ähnlichen Straßenbauwerk geben. Unser Beratungsbüro RegioConsult, Marburg berichtet vom Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) der ebenfalls dreistreifigen B 252 (Quelle LBP 2011, S. 283). Mit der Baulänge von 18 km entsteht bei ihr ein Flächenbedarf von insgesamt 307,8 ha. Wenn man dies auf die 9 km lange OU Warendorf umrechnet, entspricht dies einem Verbrauch von 154 ha. Im Unterschied zur B 252n müsste aber in Warendorf zusätzlich ein komplettes Wegeergänzungsnetz neu geschaffen werden, was wiederum in großem Maße neuen Verbrauch an wertvollen Flächen zur Folge hätte, übrigens ohne dass an anderer Stelle Verkehrsflächen entsiegelt werden könnten.

2. Anzahl der Brückenbauwerke: Die im G4-Thesenpapier aufgelisteten Daten sind samt und sonders korrekt. Der IWS liegt ein Schriftstück vom Landesbetrieb  Straßen NRW, Bielefeld vor, aus dem eindeutig hervorgeht, dass die Pläne für die Ortsumgehung Herzebrock-Clarholz genau 19 Bauwerke aufweisen, bei der Ortsumgehung Warendorf sind es zehn, bei der Ortsumgehung Beelen fünf. Das macht zusammen immerhin 34 Bauwerke, sodass die von der PRO Initiative „Bürger für Beelen“ gewählte Titulierung „Monsterbauwerk“ gar nicht mal so unpassend anmutet. Somit sehen wir von der IWS keinerlei Grund, zu den ersten beiden Punkten irgendetwas an unserer Internet-Datei abzuändern.

Anders verhält es sich jedoch mit dem dritten Kritikpunkt der PRO-Initiative.

3. Kostenerstattung des Bundes an die Länder: Da ist uns in der Tat ein dicker Fehler unterlaufen. Der Bund erstattet den Ländern (nach Realisierung eines Straßenbauprojekts) gemäß derzeitiger Gesetzeslage drei Prozent nicht nur der Planungskosten, wie es im G4-Papier hieß, vielmehr drei Prozent der Baukosten, nämlich als Ausgleich für die Planungs- und Bauleitungsaufwendungen des Landes. Wir danken der PRO ausdrücklich für diesen Hinweis und haben den Passus im Internet bereits korrigiert. Internet: www.b64n-nein.de/thesenpapier_g4.htm

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Stand: 14. Juli 2014