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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 18-11-2002 (A)

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Zahlreiche Landwirte aus der Region machten ihrem Unmut gegen den geplanten Neubau der B 64 Luft und demonstrierten auf dem Warendorfer Marktplatz. Der Kundgebung vorangegangen war eine "Sternfahrt" der Landwirte aus westlicher, südlicher und östlicher Richtung.

Landwirte sagen „Nein zur B 64n“

Warendorf (abi). „Wenn die Straße wird gebaut, ist die Umwelt ganz versaut.“ Zahlreiche Landwirte protestierten am Samstagnachmittag auf dem historischen Marktplatz gegen die geplante B 64n. Ihre Traktoren hatten sie mit Spruchbändern versehen. Vor sieben Jahren standen sie schon einmal an gleicher Stelle, um gegen den Neubau der Bundesstraße zu demonstrieren.

Ganz 59 Traktoren hatten die Landwirte in Warendorfs guter Stube geparkt. Überall standen große Schilder, die nur eines forderten: „Nein zur B 64n!“

Der Bau der Fernstraße zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück würde eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität in der betroffenen Region bedeuten, befürchten die Bauern. „Der Lärm und die Zerstörung der Vegetation haben nicht nur Auswirkungen auf die heimische Bevölkerung, auch Touristen werden fernbleiben“, mahnte Hermann-Josef Schulze Zumloh (Warendorfer), dessen Hof zu großen Teilen der Baumaßnahme zum Opfer fallen würde.

Die Nutzflächen der Bauern würden durch den Straßenbau regelrecht durchschnitten, große Flächen gingen sogar völlig verloren, beklagen die Landwirte. Die Demonstranten fühlen sich in ihrer Existenz bedroht und befürchten einen wirtschaftlichen Totalschaden. „Wir verlieren alleine in unserem Ort rund 80 Hektar Nutzfläche“, so Gottfried Pavenstädt, Landwirt aus Herzebrock-Clarholz.

Das höhere Verkehrsaufkommen durch den Neubau der Fernstraße machte am Samstag vor allem den Kindern Sorgen. „Es gibt jetzt schon so viele Unfälle, das wird bestimmt noch schlimmer“, glaubt die zehnjährige Julia Bartels. Und auch der sechsjährige Niklas und der achtjährige Patrick Brinkmann sorgten sich um die Zukunft ihres Hofes: „Unser Land wird dann einfach immer kleiner.“

Am Ende der Protestveranstaltung versprach Moderator Dr. Alfons Heseker dem Warendorfer Bürgermeister Theo Dickgreber: „Wir waren vor sieben Jahren schon einmal hier – und wir kommen wieder. Nehmen Sie uns ernst.“

 

Am Mikrofon: Alfred Hundsrucker von der Bürgerinitiave Naturfreunde Beelen Nord e.V., umgeben von zahlreichen Kindern. Die müssen nämlich letztendlich "die Zeche bezahlen". Die augenblickliche Linienführung läuft auf eine "Überplanung" des Hofes Hundsrucker hinaus. (Fotos: Maria Wöstmann)

 

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Stand: 24. November 2002