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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 27-01-2006

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IWS bemängelt Berkehrsinfrastruktur-Bedarfsplan

Politiker fallen in Beton-Welt der 60er Jahre zurück

 Geradezu bestürzt haben die Verantwortlichen bei den verkehrs- und umweltpolitischen Verbänden und Vereinen auf den Entwurf reagiert, den das Verkehrsministerium in Düsseldorf Mitte Dezember als Verkehrsinfrastrukturbedarfsplan für NRW bis zum Jahr 2015 vorlegte. Die Quintessenz dieses Planes: Keines der für das Münsterland vom ZVM angemeldeten Projekte wurde berücksichtigt. Franz Maxwill, Sprecher der Interessengemeinschaft Warendorf Süd e. V. (IWS) und stellvertretender Regionalverbandsvorsitzender des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN e. V.: „Am Beispiel der hiesigen Kursbuchstrecke 406 von Münster nach Bielefeld lässt sich  sehr gut zeigen, wie ein moderner, pünktlicher und attraktiver  Zugverkehr in den letzten Jahren  sehr deutliche, teilweise über 40 % liegende Steigerungsraten der Fahrgastzahlen bewirken kann. Und nun dieser Rückschritt!“ Fatal daran sei auch, dass schon geplante weitergehende  Verbesserungen an dieser Strecke  in Gefahr geraten, wie z. B. der stündliche Takt im Abschnitt zwischen Warendorf und Bielefeld. Mit einem weitergehenden Ziel, dem halbstündlichen Takt zwischen Warendorf und Münster, so bestand die Hoffnung, könne auch die autobahnähnliche Kraftfahrstraße B 64n doch noch n Frage gestellt werden.

Diese neue Entwicklung liegt wohl im Bundestrend: Die Regionalisierungsmittel im ÖPNV sollen bis zum Jahre 2009um mehr als 30 % gekürzt werden. Die Eisenbahnergewerkschaft Transnet hat schon treffend von einem „Kahlschlag“ gesprochen. Überhaupt ist gerade im Düsseldorfer Verkehrsministerium eine nahezu hektische Betriebsamkeit zu spüren, die angebliche Schienenvorrangpolitik der bisherigen Regierung abzulösen. Diese sei angeblich ideologisch motiviert und nicht sachgerecht. Eine Studie aus dem Hause des verantwortlichen Ministers Oliver Wittke, die kürzlich veröffentlicht wurde, soll belegen, dass der Straßenverkehr dem Schienenverkehr überlegen sei.  PRO BAHN e. V. hat in einer Analyse der vorgelegten Studie massive Mängel, falsche Bewertungsgrundlagen und ideologisch „geglättete Unebenheiten“ herausgearbeitet. Auffallend: Ökologische Bewertungen, die heutzutage viel mehr Gewichtung haben als rein technische Aspekte, fielen einfach hinten herunter. Maxwill: „Als habe es gar keine Umwelt-Debatten in den letzten 20-30 Jahren gegeben. Es ist für mich einfach erschreckend, wie leichtfertig diese Politiker wieder in die Betonwelt der 60er Jahre zurückfallen.“ Dazu „passe“ ja der neue Waldschadensbericht der Bundesregierung: Das Waldsterben geht danach unvermindert weiter.  Die fast lyrisch verklärte deutsche Eiche  hat einen  Schadensrate von inzwischen 51 % des Baumbestandes erreicht. „Es  wäre redlicher, in den Verkehrsszenarien solche Parameter mit aufzunehmen“, so der IWS- und PRO BAHN-Sprecher Maxwill.

 

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Stand: 29. Januar 2006