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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 27-08-2005

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BUND, IWS und BVW in Aktion
Mit Lärm aus Düsseldorf ist Zukunft hörbar
Von WILFRID METTELEM


Warendorf(gl). Die Lautsprecher waren groß genug, der Lärm unüberhörbar. Aufgenommen hatte man den Krach, der auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Hilden auf einer gut ausgebauten Straße von rund 20 000 Fahrzeugen erzeugt wird.
Überzeugen konnten sich davon gestern die Bewohner der Siedlung in der Walgernheide, im Westbezirk, im Hanseviertel und im Ostbezirk
.

Mit dieser gemeinsamen Beschallungs-Aktion simulierten die Umgehungsstraßengegner und der BUND, wie sich der Lärm der künftigen B 64 n auf deren Anwohnerinnen und Anwohner auswirken würde. Bei 20 000 Fahrzeugen werde der Lärm dann etwa 75 dB(A) betragen, mehr als auf der jetzigen B 64.
„Völliges Unverständnis für den überbreiten Ausbau“ der geplanten Umgehungsstraße für Warendorf zeigte Werner Reh, Verkehrsreferent des BUND. Er forderte eine „intelligente Verkehrspolitik“ und nicht eine Straße, mit der „unnötig viele Steuergelder verschwendet“ würden. Die rund fünf Meter hohen Lärmschutzwälle, die den Krach des Straßenverkehrs von den Wohnbereichen abhalten sollen, verschandelten im übrigen noch die Landschaft.
Rolf Röhling, Sprecher der IWS, der von Albert Leendertse unterstützt wurde, erläuterte im Pressegespräch, dass Lärmschutz an einigen Stellen überhaupt nicht vorgesehen sei: Im Warendorfer Ostbezirk, in der Bauerschaft Vohren wie auch in Beelen, wo die B 64 n vollständig in Dammlage geführt werden soll.
Die Lebensqualität der Menschen nehme ab, Natur und wertvolle Böden würden zerstört. Selbst der Bundesrechnungshof halte den groß dimensionierten Ausbau dieser Trasse für überzogen.
Röhling mahnte auch an, bessere Alternativen wie die Nutzung der stadtverträglichen und hohe Entlastungspotenziale ermöglichenden Nordstraße in Angriff zu nehmen. Die Warendorfer Politiker müssten diese Chance ergreifen und eine Planung im Werkstattverfahren entwickeln. Wesentliche Bausteine für eine intelligente und zukunftsfähige Verkehrsplanung seien Verbesserungsmaßnahmen im ÖPNV und bei der Bahn.
Ein Beispiel nach Meinung des BUND eine Lärmminderung ereicht werden könne, brachte Werner Reh an: Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer auf der alten B 64 würde eine doppelt so hohe Lärmentlastung in der Stadt Warendorf bringen wie die B 64 n.
Deshalb hoffe er, dass die Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie in den nächsten Jahren zu einer durchgreifenden Lärmminderung führen werde.

(Dieses Foto entstand am 27. August 2005 vor dem Hause Serries, Neuwarendorf 4. Links neben dem Transparent: Dr.Werner Reh, BUND)

 

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Stand: 25. September 2005