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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 28-06-2006

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B 64n: Fakten durchaus fragwürdig

Zum Leserbrief von Joachim Brendel (IHK) in der "Glocke" vom 23. Juni schreiben Albert Leendertse und Udo Gohl im Namen der Interessengemeinschaft Warendorf-Süd:

  1. Mag sein, Herr Brendel, dass derzeit eine breite Mehrheit in der Bevölkerung das Projekt B 64n befürwortet in der nach unserer Einschätzung falschen Erwartung, dass dann in und um Warendorf weniger Verkehr anfällt, nach der Devise: Hauptsache Umgehungsstraßen! Entgegen allen Illusionen, die man mit dieser Straße verbinden mag, sehen wir es aber als unser demokratisches Recht oder sogar als unsere bürgerschaftliche Pflicht an, auch auf die negativen Seiten hinzuweisen. Vor allem im Blick auf den schweren Eingriff in Natur und Landschaft, den eine so groß dimensionierte B 64n auf jeden Fall darstellen würde.
  2. Die von Herrn Brendel angeführten „Fakten“ sind zum Teil Annahmen zu zukünftigen Entwicklungen, die jedoch auch anders eingeschätzt werden können. Dass wirtschaftliche Entwicklung und Sicherung von Arbeitsplätzen sozusagen automatisch mit dem Neu- und Ausbau von Straßen einhergeht, darf durchaus angezweifelt werden. In diesem Punkt ist Herr Brendel logischerweise nicht neutral, kann er aus seiner Funktion heraus auch gar nicht sein. Dieser Punkt wird in den nächsten Jahren noch intensiv zu diskutieren sein.
  3. Die zum Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) der B 64n gemachten Aussagen basieren auf den komplizierten Berechnungsgrundlagen bei der Bundesverkehrswegeplanung. Der von Herrn Brendel genannte Wert ist unkritisch übernommen worden. Er lässt zum Beispiel außer Acht, dass eine „normale“ zweistreifige Umfahrungsstraße gar nicht als echte Alternative ernsthaft überprüft wurde, wie wir des Öfteren dargelegt haben. Außerdem ist das Bewertungssystem zur Ermittlung des NKV grundsätzlich in Frage zu stellen. In den Relationen der zu bewertenden Punkte macht die die schnelle Erreichbarkeit der Oberzentren im Vergleich zum "Ist-Zustand" im Ergebnis zirka 80 Prozent des „Nutzens“ aus. Es stellt sich daher die Frage nach den angewandten Kriterien. 
  4. Schließlich die Frage: Inwieweit werden die Ortsdurchfahrten (bei vorhandenem hohen Aufkommen an Quell-, Ziel- und Binnenverkehr!) nach Realisierung dieses Projektes (mit voraussichtlich nur wenigen Anbindungen) tatsächlich signifikant entlastet?

Das was Sie, Herr Brendel, als „Fakten“ anführen, stellt sich uns also durchaus als frag-würdig dar.

 

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Stand: 05. Juli 2006