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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 28-08-2006

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Umgehungsstraßengegner mit neuer Offensive gegen B 64n

Warendorf/Beelen/Herzebrock-Clarholz. "Wir bekommen einen neuen Westwall", ist der Vertreter aus der Gemeinde Herzebrock-Clarholz sicher. Die Naturfreunde Beelen stellen demonstrativ ein keines Plakat auf: "WIr sind 100 Prozent gegen die B 64n". Und Albert Leendertse, Sprecher der Interessengemeinschaft Warendorf-Süd (IWS), wartet mit vielen Argumenten auf, die gegen den Bau der B 64n als Fernstraße sprechen.

Udo Gohl, Geschäftsführer der IWS, führte am Freitagabend durch die Versammlung der Protestler, Albert Leendertse erläuterte die komplizierte Sachlage. So habe beispielsweise der Bundesrechnungshof schon 2001 und - wie erst jetzt bekannt wurde - auch im Jahre 2004 festgestellt, dass für die B 64n "ein zu hoher Ausbaustandard zum Beispiel bei der Querschnittswahl oder der Trassenführung zugrund gelegt" werde. Die geplante dreistreifige Kraftfahrstraße verteuere mit ihren höhenungleichen Knotenpunkten nicht nur den Bau der Straße, sondern verursache "weitere Kosten bei dem nachgeordneten Wegenetz für deren An- und Verbindungen".

So sei eine Überschreitung der Baukosten von seinerzeit 100 Millionen Mark bereits 1997 bescheinigt worden, was das Bundesverkehrsministerium allerdings nicht dazu veranlasst habe, die Planungen zu reduzieren, kritisierte der Bundesrechnungshof. Die Zurücknahme der Straßenbreite um fünf auf 10,5 Meter und höhengleiche Anbindungen an die vorhandene B 64 würde die Kosten für die Ortsumgehungen erheblich verringern.

Jedoch sei von der Straßenbaubehörde ein Vergleich der beiden Varianten von 15,5 und 10,5 Metern Breite als echte Alternative nicht untersucht worden. Leendertse: "Die Planer legen es mit allen Mitteln auf die ganz große Lösung an."

Albert Leendertse von der IWS erläuterte den Planungsstand und die Alternativvorstellungen der B 64-Gegner

Alternative "Null-Lösung" soll wieder ins Spiel kommen

Für einen Sprecher der "Naturfreunde Beelen" zieht das Argument der Verkehrsflussbeschleunigung nicht. Er fahre fast täglich auf der B 64 und könne "keine Staus oder Verzögerungen" feststellen. Zudem hätten die Verkehrszählungen von 1995 und 2000 gezeigt, dass das Verkehrsaufkommen immer geringer werde. Gespannt sei man deshalb auch auf die neuen Zahlen aus dem Jahr 2005, die in Kürze veröffentlicht werden sollen.

Gerd Nergert (Bündnisgrüne Warendorf) zeigte sich dankbar, dass die IWS dieses Thema erneut aufgegriffen habe. Die Fakten zeigten, dass "Politik und Verwaltungen herumtricksten und die Bürger von der Straßenlobby verschaukelt werden". Bernhard Kremann (Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf, BVW) teilte mit, dass inzwischen auch Kontakt zum Bund der Steuerzahler geknüpft sei, der eine Ortsbesichtigung angekündigt habe.

Die Forderungen der IWS formulierte Albert Leendertse nochmals: Im Sinne der vom Bundesrechnungshof angeführten Kriterien müsse eine erneute, umfassende und an aktuellen Daten orientierte Bewertung des Projektes B 64n und der einzelnen Ortsumgehungen erfolgen. Dabei müsse zum Vergleich die Möglichkeit eines kompletten Verzichts auf den Straßenneubau und Verbesserung der vorhandenen Trasse ("Null-Lösung") mit untersucht werden, was in der Umweltverträglichkeitsstudie von 1995 angeregt, später aber "aus unerfindlichen Gründen nicht berücksichtigt wurde". Ökologische, umweltpolitische und kulturgeschichtliche Aspekte seien stärker zu beachten.

 

 

 

 

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Stand: 29. August 2006