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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Glocke 30-10-2015

 

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Keine Variante der Umgehungen ohne Konflikte

Warendorf (ap). „Umgehungsstraßen sind wie ein Bollwerk, durch die eine innerstädtische Entwicklung gehemmt wird,” sagte Frank Winkler.  Der Everswinkeler lieferte bei der Jahreshauptversammlung der „Interessengemeinschaft Warendorf-Süd” (IWS) neuen Diskussionsstoff zum Thema des Baus von Umgehungsstraßen für Warendorf und Freckenhorst.

Seit rund 20 Jahren habe die Vitusgemeinde eine Ortsumgehung mit den entsprechenden Folgen. Seine Anmerkung bezog Winkler insbesondere auf die Hoffnung vieler Freckenhorster, die sich nicht nur eine Verkehrsberuhigung, sondern auch eine positive Entwicklung des Ortskerns wünschen.

Einen weiteren Gedanken brachte Josef Mersmann  (BVW) ins Spiel. „Hat jemand bei der Straßenplanung auch an das aufstrebende Industriegebiet im Osten Freckenhorsts gedacht? Eine Westumfahrung wird da nicht viel helfen.”

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung der IWS-Versammlung am Mittwoch im Kolpinghaus war unter anderem die Neuüberlegung der Straßenplaner zur Anbindung der Ortsumgehung Freckenhorst (L 547n) an die B 64n. Bereits im Mai hatten die beiden Warendorfer Bürgerinitiativen IWS und BVW die Planersocietät Dortmund beauftragt, weniger aufwändige Varianten zu prüfen. IWS-Sprecher Udo Gohl stellte das Ergebnis im Schnelldurchlauf vor. Fazit: Variante eins, die große Lösung von B 64n im Verbund mit einer Ortsumgehung Freckenhorst ist sowohl in finanzieller als auch aus ökologischer Sicht wenig sinnvoll. Planungsvariante vier, die einen Halbring um Freckenhorst vorsieht, bringe zwar Entlastung für den Ortskern, dafür aber eine Mehrbelastung für die Merveldtstraße. Aus verkehrsplanerischer Sicht sei diese Mehrbelastung zumutbar, werde die Anwohner aber auf die Palme bringen.

Ganz ohne Konfliktpotenzial scheint keine der Varianten zu sein, allerdings die Variante drei, eine ortsnahe Umgehung, ein Kompromiss. Jetzt möchte sich die IWS mit Vertretern des Rates zusammensetzen: „Die Politik soll sehen, dass wir an einer ernsthaften Lösung orientiert sind und nicht nur Nein sagen”, sagte Gohl. Den Befürwortern müsse gesagt werden, das mit einer großen Lösung eher nicht zu rechnen sei. „Realistisch müssen wir davon ausgehen, dass die B 64n in den nächsten 25 Jahren nicht gebaut wird.”

Neues Verfahren der Bürgerbeteiligung geplant

Warendorf (ap). Noch ist der neue Bundesverkehrswegeplan, in den auch die B64n eingestuft wird, nicht veröffentlicht. Vorsorglich stellte die IWS in diesem Zusammenhang schon einmal die Bürgerbeteiligung vor. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat dazu eine Schrift verfasst, in der die Öffentlichkeitsbeteiligung, die in diesem Jahr das erste Mal möglich ist, näher erläutert wird. Alle Bürger haben demnach sechs Wochen lang die Gelegenheit, zu den von den Ländern angemeldeten Projekten Stellung zu nehmen. Weitere Informationen hierzu gibt es im Internet beim BUND Nordrhein-Westfalen unter dem Stichwort Verkehrspolitik.

Die üblichen Regularien der Jahreshauptversammlung waren am Mittwochabend schnell abgehandelt. Schriftführer Albert Leendertse stellte kurz die Mitgliederstruktur vor. Seit dem 10-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2003 liegen  die Mitgliederzahlen der IWS konstant über 500. Fünf neue Mitglieder lassen die Interessengemeinschaft auf aktuell 506 anwachsen. Interessant: Mehr als 21 Prozent (109 Mitglieder) der IWS wären von dem Straßenbauprojekt gar nicht direkt betroffen, sondern sind aus ökologischer und verkehrspolitischer Überzeugung dabei. Überraschungen gab es bei den Vorstandswahlen im Kolpinghaus nur bedingt. Udo Gohl, Wilhelm Thumel und Christine Sorge wurden ebenso einstimmig zu Sprechern wiedergewählt wie Irmgard Knetter (Kassenführerin), Albert Leendertse (Schriftführer) sowie Hedwig Tarner und Christine Mix als Kassenprüferinnen. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Daniel Kebschull und Thomas Lins. Neu in den Vorstand rücken die Vereinsmitglieder Isabel Heseker und Thomas Seyfarth.

 

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Stand: 28. Mai 2015