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Westfälische Nachrichten 07-05-2015

 

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Wunsch vieler Fragebogen-Ausfüller: mehr Vorrangampeln für Radfahrer, längere Grünphasen bei Fahrradampeln und Aufstellflächen vor den Ampeln.

 

Note 3,1 für die Fahrradfreundlichkeit Warendorfs

Kein Idealzustand für Fahrradfahrer

„Natürlich wissen wir, dass dies keine repräsentative Umfrage ist“, erläutert Thomas Lins, „aber es ist ein gutes Stimmungsbild. Und vor allem ein Katalog an Stellen, wo es für Radfahrer in Warendorf hakt.“ Die Bandbreite der Schulnoten reichte nach Information der Auswerter von 2 bis 5.

3,1 ist die Durchschnittsnote für die Fahrradfreundlichkeit Warendorfs. Beim Fahrradmarkt am 25.4. hatten die Veranstalter IWS, VCD, ADFC und Grüne eine Fragebogenaktion bei den Besuchern durchgeführt. Dabei ging es zum einen um die Fahrradfreundlichkeit Warendorfs als Gesamtnote, zum anderen um die Nennung konkreter Probleme und Verbesserungsvorschläge für Radfahrer. „Manche haben sich richtig viel Mühe gemacht und sehr dezidiert neuralgische Punkte aufgelistet“, berichtet Udo Gohl von der IWS, der zusammen mit Thomas Lins vom Verkehrsclub Deutschland die Bögen ausgewertet hat.

Mit der 3 Minus insgesamt sind wir weit von einem Idealzustand für Radfahrer entfernt“, erläutert Lins, der als Regionalverbandsvorsitzender des umweltorientierten VCD politisch möglichst gute Bedingungen für Radfahrer einfordert: „Radverkehr ist nach dem Zu-Fuß-Gehen schließlich die gesündeste und umweltfreundlichste Art der Mobilität.“

Die am häufigsten in den Fragebögen  genannten Mängel sind laut Gohl der schlechte Zustand der Radwege mit hochgedrückten Wurzeln, Berg- und Talfahrten bei  Bürgersteigabsenkungen und Buckelpisten. „Auf einem Fragebogen steht plakativ: Viele Radwege sind gar keine!“, zitiert er.

Häufig werde auch das Gedränge im Schulviertel kritisiert, vor allem vor der ersten und nach der sechsten Schulstunde.

Für Radfahrer sei es zum Beispiel sehr problematisch, von der Zumlohstraße aus nach links zum Freckenhorster Tor abzubiegen. „Die Gemengelage aus Fußgängern und Radfahrern, Auto- und Schulbusverkehr ist im Schulviertel zu Stoßzeiten ein echtes Problem“, ist auch die Erfahrung von Lins, „hier hilft vor allem Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer.“

Nach Lins‘ Aussage würde es die Situation schon entkrampfen, wenn vor allem bei Regen nicht Dutzende von Eltern ihre Sprösslinge mit dem Auto zur Schule brächten und an der Von-Ketteler-Straße im absoluten Halteverbot hielten und damit alle anderen gefährdeten.

„Die relativ neu eingerichtete Rundum-Grün-Schaltung für Fußgänger und Radfahrer an der Hauptkreuzung ist jedenfalls eine gute Maßnahme der Stadtverwaltung“, lobt Lins, „das sollte auch bei anderen Kreuzungen möglich sein.“

Ebenfalls laut Gohl häufig genannt worden sei der Radweg zwischen Freckenhorst und Warendorf: „Hier wird die Enge des Weges kritisiert und die problematische Situation an der Feidiekstraße“. Gohl kommt gleich zu den Verbesserungsvorschlägen: „Zwischen Freckenhorst und Warendorf wird eine Art Radschnellweg gewünscht, der für die Hunderte von Radfahrern täglich angemessen ist.“

Insgesamt ständen für fast alle Fragenbogen-Ausfüller mehr Investitionen in den Fahrradverkehr auf der Wunschliste. „Einigen schweben dabei Radwege auf gleichem Straßenniveau wie in Holland vor“, sagt Lins, „mit ausreichender Breite und farblich markiert.“

Das sei etwas substanziell anderes als der auch genannte zu schmale Radstreifen an der Reichenbacher Straße: „Das ist verkehrspolitischer Murks und kontraproduktiv“, kritisiert Lins, „da fast alle Autofahrer glauben, sie hätten Platz bis zur gestrichelten Linie und beim Überholen von Radfahrern den Sicherheitsabstand von anderthalb Metern nicht einhalten.“

Weitere Forderungen in den Fragebögen seien mehr Vorrangampeln für Radfahrer, längere Grünphasen bei Fahrradampeln und Aufstellflächen vor den Ampeln, wie sie in Münster üblich seien und in Warendorf schon am Freckenhorster Tor und am Osttor realisiert sind.  

„Herzlichen Dank!“ sagt Udo Gohl stellvertretend für die Veranstalter des Fahrradmarktes bei allen, die einen Fragebogen ausgefüllt haben. Thomas Lins abschließend: „Wir hoffen, dass Verwaltung und Rat die Anregungen und Kritikpunkte berücksichtigen und Warendorf deutlich fahrradfreundlicher wird. Das wäre eine lohnende Investition in die Mobilität der Zukunft – spätestens mit dem neuen Bürgermeister.“

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Stand: 14. Juli 2014