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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Westfälische Nachrichten 15-02-2007

 

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Rechtfertigen 9 000 Fahrzeuge Einschnitt in Natur?

Bürgerinitiativen fordern neue verkehrliche Bewertung der B 64n anlässlich gesunkener Zahlen

Vier Bürgerinitiativen gibt es entlang der B 64, die sich kritisch mit den Straßenbauplänen der B 64n auseinandersetzen. Diese sind  die Interessengemeinschaft Warendorf-Süd (IWS) und die Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf (BVW) aus Warendorf sowie  die Initiative Naturfreunde Nord aus Beelen und  die Gruppe Kulturlandschaft Sundern-Samtholz-Brock aus Herzebrock-Clarholz. Kürzlich trafen sich Vertreter aller Bürgerinitiativen wieder einmal zu einem Nachbarschaftstreffen in Warendorf, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Initiativen.  

Aktueller Anlass war die Veröffentlichung der Zahlen von der Bundesverkehrszählung 2005. Gegenüber der Zählung des Jahres 2000 ist eine rückläufige Verkehrsentwicklung zu beobachten. Westlich und östlich von Warendorf hat der Verkehr gegenüber 2000 um knapp vier Prozent abgenommen, zwischen Beelen und Clarholz sogar um mehr als 13 Prozent. So drängte sich die Frage auf, ob ein Verkehrsaufkommen von gerade mal 9.000 Fahrzeugen den Bau einer so groß dimensionierten Autoschnellstraße mit den bekannten verheerenden Auswirkungen auf Natur und Landschaft rechtfertigt. Die Versammlung fordert deshalb eine neue verkehrliche Bewertung. Schon 1994 hatte die Ingenieurgruppe "IVV Aachen" für den B 64-Straßenzug einen eher moderaten Anstieg des Verkehrs in den Jahren 1993 – 2010 von ca. 8 Prozent prognostiziert. Selbst diese Zahl muss nun nach unten korrigiert werden.Die vier Bürgerinitiativen werden darum alles tun, um den ehrgeizigen Straßenbauplänen entgegenzutreten. Ihr besonderes Anliegen liegt in dem, was beim Nachbarschaftstreffen als Tagesordnungspunkt „Solidarisierung der Eigentümer“ verhandelt wurde. In Warendorf gibt es diesbezüglich schon beachtliche Fortschritte, die allerdings der Fortführung bedürfen. Die nächsten Termine sind auch schon geplant. Aber auch für Beelen ist eine Versammlung vorgesehen, zu der dann auch die Herzebrock-Clarholzer mit eingeladen werden sollen. Bei den Landwirten ist der unbedingte Wille vorhanden, für diese Straße keinen Grund und Boden zur Verfügung zu stellen.Ein anderer Diskussionspunkt des Nachbarschaftstreffens war die Verkehrsregulierung auf den B 64-Ortsdurchfahrten. Schon seit Jahren wird von den Bürgerinitiativen immer wieder eine Verbesserung der innerstädtischen Verkehrsgestaltung gefordert. Aber in Warendorf und Beelen ist nichts dergleichen passiert. Die bereits eingerichtete Verkehrswerkstatt in Warendorf sollte diesen Punkt verstärkt zum Thema machen. Die Herzebrock-Clarholzer berichteten, dass ihr Gemeinderat an den Landesbetrieb einen Antrag zur Verbesserung des Verkehrsflusses gestellt habe, natürlich bei der erforderlichen Berücksichtigung des Querverkehrs. Die Vertreter Warendorfs und Beelens fordern Gleiches auch für ihre Kommunen.  

Schließlich gab es in der Sitzung auch Absprachen über gemeinsame Aktivitäten. Laut der Pressemitteilung sollen die am Straßenrand stehenden IHK-Plakatwände demnächst Gesellschaft bekommen. Auch IWS und BVW haben gleich große Plakatwände in Bearbeitung, die an zentraler Stelle allerdings kritische Einwände zur B 64n-Planung zur Geltung bringen sollen. Ein Anschluss der Beelener und Herzebrock-Clarholzer Initiativen an diese Aktion ist denkbar.

 

 

 

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Stand: 15. Februar 2007