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Westfälische Nachrichten 16-08-2007

 

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Werkstatt startet mit Eklat

Straßenplaner wollte keiner hören  

Warendorf. Zu einem Eklat kam es gleich in der ersten Sitzung der Verkehrswerkstatt „Umgehungsstraßen“ am Dienstagabend im Rathaus. Dem von den Veranstaltern eingeladenen Vertreter des Landesstraßenbauamtes, Andre Byhan, wurde kurzerhand ein „Redeverbot“ erteilt. Seinen Vortrag zum Thema „Entschädigungen“ wollte keiner der 50 Teilnehmer hören.

Anlieger und Eigentümer, deren Grundstücke in der geplanten Umgehungsstraße (B 64n) liegen, waren an diesem Abend eingeladen. Die Moderation hatte Alexandra Edelkötter. Vertreter der Stadtverwaltung war Baudirektor Oliver Knaup.

Das für diesen Abend gewählte Thema erwies sich als unglücklich, denn die über 50 Teilnehmer (der Großteil gegen die Umgehung) kippten den Vortrag mit einem einstimmigen Votum gleich zu Beginn. Für Eigentümer und Anlieger haben andere Themen Vorrang. Ihrer Meinung nach seien grundsätzliche Fragen zum Bau der B 64n zu klären, bevor man sich um Dinge wie die Entschädigungen kümmern sollte.

Die Werkstatt wurde zu einer recht einseitigen Veranstaltung – es waren praktisch nur Gegner gekommen: Sie nutzten die Gunst der Stunde und machten ihrem Unmut über den Umgehungsstraßenbau Luft. Verärgert waren die Anlieger vor allem darüber, dass man einfach ihre Grundstücke betrete. Das sei in letzter Zeit vermehrt vorgekommen.

Dazu durfte sich der Experte des Landesstraßenbauamtes Münster dann doch noch äußern: Momentan seien sowohl Biologen als auch Vermesser im Gebiet der geplanten neuen Trasse unterwegs. Wenn Grundstücke betreten würden, müssten die Anlieger dies dulden. Man versuche aber, so gut es gehe, mit den Anwohnern zu kooperieren. Bei der Vielzahl der zu betretenden Grundstücke, 700 bis 1.000 sind es nach Byhans Einschätzung, sei es nicht möglich, jeden Eigentümer vorher zu informieren. „In Zukunft werden wir vorher rechtzeitig bekannt geben, welche Flurstücke in welchem Zeitraum betreten werden“, so der Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW.

Auf der Agenda für die nächste Verkehrswerkstatt, die noch vor den Herbstferienstattfinden soll, stehen jetzt „Alternativen zur B 64n“. Auch wenn der Bau der Bundesstraße per Gesetz beschlossene Sache und vom Rat der Stadt Warendorf abgesegnet sei, waren sich die Teilnehmer einig, dass es noch nicht zu spät sei, Alternativen aufzuzeigen. „Allein die Frage, ob die Straße zwei- oder dreispurig wird, macht im Flächenverbrauch einiges aus“, erklärte Bernhard Kremann von der Bürgerinitiative Verkehrskonzept Warendorf (BVW). Das Thema „Entschädigung“ steht also erst mal hinten an. Und wenn es nach dem Willen der Betroffenen geht, müsste nicht mal ein Ersatztermin gefunden werden.

Die Verkehrswerkstatt ist von der Stadt ins Leben gerufen worden, um strittige Fragen sachdienlich zu klären. Die Verkehrswerkstatt, ein vermittelndes Instrument zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft – am Dienstagabend war davon wenig zu spüren. Die Verkehrswerkstatt scheint zu einem reinen Forum für die Gegner der B 64n zu werden.

 

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Stand: 04. September 2007