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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Westfälische Nachrichten 18-01-2007

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Weniger Autos auf der B 64

Der IWS liegen Ergebnisse der Verkehrszählung vor  

Seine Verärgerung über die zeitliche Verzögerung will Albert Leendertse, Sprecher der Anti-Umgehungsstraßen-Initiative IWS, wohl gar nicht verbergen: Bereits seit dem Frühsommer 2006 habe er sich wiederholt beim Landesbetrieb Straßenbau in Münster um die Zahlen der Verkehrszählung des Jahres 2005 bemüht. Immer wieder sei die Bürgerinitiative vom zuständigen Sachbearbeiter auf den nächsten Monat vertröstet worden. Die Zahlen lägen dem Landesbetrieb noch nicht vor, habe es geheißen.

Irgendwann – im Oktober des vergangenen Jahres – lagen die Zahlen dann dem Landesbetrieb vor. Da habe es geheißen, sie müssten „auf ihre Plausibilität überprüft“ werden. Als dies geschehen war (im Dezember 2006), seien die Zahlen aber immer noch nicht veröffentlicht worden, bemängelte der IWS-Sprecher.

Man habe sich weiterhin in Geduld üben müssen, weil die Ergebnisse der Verkehrszählung noch nicht freigegeben waren. Erst nach einem weiteren Anruf habe die IWS die Zahlen schließlich am 5. Januar bekommen, eineinhalb Jahre nach deren Erfassung.

Die Ergebnisse selbst können jedenfalls Anlass zu einigen Diskussionen geben. Wasser auf die Mühlen der IWS dürften diese Zahlen sein. Im Vergleich zu den Zahlen von 1995 habe das Verkehrsaufkommen auf der B 64 abgenommen, stellt Leendertse fest: In Raestrup um 0,52 Prozent, auf der Ortsdurchfahrt Warendorf um 1,79 Prozent und östlich von Warendorf sogar um 8,21 Prozent. Allerdings habe der Güter- bzw. Schwerlastverkehr zugenommen. Möglicherweise nutzen LKW-Fahrer seit Einführung der Autobahn-Maut die B 64 als Ausweichstrecke, vermutet die IWS. Dennoch wurde für den Schwerlastverkehr an der Zählstelle Raestrup ein Minus gegenüber dem Jahr 2000 von 0,70 Prozent, für die Ortsmitte Warendorf sogar von 7,94 Prozent, allerdings bei der Zählstelle östlich von Warendorf in den letzten fünf Jahren ein Plus von 5,46 % festgestellt.

An der Zählstelle Ortsmitte Warendorf habe der Verkehr in den letzten fünf Jahren um 1,09 Prozent zugenommen, bei gleichzeitiger Abnahme des Schwerlastverkehrs um 7,94 Prozent. Da der Verkehr auf der B 64 westlich und östlich von Warendorf aber abgenommen habe, könne diese Zunahme nur hausgemacht sein, vermutet Leendertse.

Für Leendertse sprechen die Zählungen eine eindeutige Sprache. „Gegenüber den abenteuerlichen Zahlen, die für die Warendorfer B 64-Ortsdurchfahrt gehandelt werden, nehmen sich die in der Ortsmitte pro Tag gezählten 13.445 Fahrzeuge recht bescheiden aus. 1997 will die PRO-Initiative an einem Tag zwischen 6 und 20 Uhr 18.032 Fahrzeuge gezählt haben. Das hieße hochgerechnet etwa 20.000 Fahrzeuge pro Tag“, meint der IWS-Sprecher. „Diese Zahl kann man wohl nicht ganz ernst nehmen. Sie würde bedeuten, dass der Verkehr auf der B 64-Ortsdurchfahrt in den letzten zehn Jahren um 32,8 % abgenommen hätte.“

 

 

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Stand: 18. Januar 2007