Westfälische Nachrichten 22-04-2017

 

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Radfahren ist gelebter Umweltschutz

Fahrrad-Gebraucht-Markt am 29. April

Organisatoren aus dem Umweltbereich sind Organisatoren

 

Im Jahr 2110 fand der Markt letztmalig auf dem Marktplatz statt, seit 2011 auf dem Laurentius-Kirchplatz.

 

Der Fahrrad-Gebraucht-Markt findet heute in einer Woche auf dem Kirchplatz der St.-Laurentius-Kirche statt! Alljährlich am letzten Samstag vor dem 1. Mai werden im Zentrum Warendorfs hunderte von Fahrrädern angeboten und gekauft. In diesem Jahr ist der Termin der 29. April. Dann besteht also wieder von 9 bis 12 Uhr für Verkaufs- und Kaufinteressierte die Gelegenheit, ganz unkompliziert ein Fahrrad zu kaufen oder zu verkaufen.

Den Fahrrad-Gebraucht-Markt veranstalten vier Organisationen aus dem Umweltbereich seit 15 Jahren. Neben den Warendorfer Grünen sind auch die Bürgerinitiative IWS, der ADFC und der umweltorientierte Verkehrsclub Deutschland von Anfang an mit dabei. Ein wenig stolz auf das kleine Jubiläum blickt Thomas Lins vom VCD in die Geschichte des Fahrradmarktes: „Der erste Fahrradmarkt startete am 13. Juli 2002 im Dauerregen. Gerd Nergert, Udo Gohl, Horst Kieskemper und ich waren die Initiatoren und haben bei dem miesen Wetter mit einem Flop gerechnet“, lacht Lins, „aber der Marktplatz war bereits um 8 Uhr morgens rappelvoll.“ Seitdem hat sich der Fahrradmarkt zu einer Institution entwickelt. „Wir brauchen kaum noch Werbung zu machen“, freut sich Horst Kieskemper vom ADFC, „der Markt ist zu einer Art Selbstläufer geworden; anfangs haben wir noch eine Menge Plakate im Stadtgebiet verteilt.“

Mittlerweile hat der Fahrradmarkt ganz unterschiedliche Wetterlagen und drei verschiedene Standorte erlebt: „Wir sind am Marktplatz gestartet und seit 2011 auf dem Kirchplatz der Laurentiuspfarre“, weiß Udo Gohl von der IWS, „Warendorfs gute Stube bot bereits in den ersten Jahren zusammen mit dem Wochenmarkt zu wenig Platz.“ Im Jahr 2005 fand der Fahrradmarkt auf dem Wilhelmsplatz statt. „Der Ortswechsel war der Besonderheit geschuldet, dass der Fahrradmarkt mit der Münsterland-Touristik-Messe gekoppelt wurde“, berichtet Lins, „das war auch das einzige Mal, das der Fahrradmarkt ganztägig angeboten wurde.“ Dieses Konzept hat sich nach Aussage der Veranstalter nicht bewährt. „Der größte Andrang besteht sowieso direkt am Anfang des Marktes, oft schon vor dem offiziellen Beginn“, ist die Erfahrung von Manfred Lensing-Holtkamp, der seit einigen Jahren als Organisator für Gerd Nergert eingesprungen ist. Und noch eine weitere Veränderung hat es im Lauf der Jahre gegeben: „Während wir im Sommer gestartet sind und in den folgenden Jahren im Mai den Fahrradmarkt durchgeführt haben, ist er seit 2011 immer am letzten Samstag im April“, berichtet Udo Gohl, „das gibt für alle Planungssicherheit und ist eine gute Kombination mit dem Warendorfer Sattelfest, das meist am selben Wochenende stattfindet.“

Jetzt hoffen die Organisatoren, dass auch in diesem Jahr das Wetter mitspielt und der Markt sich weiterhin großer Beliebtheit erfreuen wird. „Unsere gemeinsame Motivation für die alljährliche Initiative ist die Förderung von Alternativen zum Autoverkehr“, wirbt Thomas Lins vom VCD für die Energie sparende und gesunde Art der Mobilität, „denn Fahrradfahren ist gelebter Umwelt- und Klimaschutz.“

 

 

 

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Stand: 23. April 2017