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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Westfälische Nachrichten 28-06-2005

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Foto v.l. Albert Leendertse, Michael Kalin, Franz Maxwill, Michael Nahues, Maria Kleickmann, Christine Mix, Irmgard Knetter, Rolf Röhling, Udo Gohl, Ralf Grawe, Wilhelm Thumel.

 

Diskussion um B 64n geht weiter

(Jahreshauptversammlung der IWS)

Durch Information, Diskussion und Aktion die lokale Verkehrsproblematik zum Thema machen, ohne dabei die grundsätzliche verkehrspolitische Auseinandersetzung aus den Augen zu verlieren: Diesem Anspruch wurde auch die am letzten Donnerstag stattfindende Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Warendorf-Süd (IWS) gerecht. Neben einer Vielzahl an lokal bezogenen und vereinsinternen Punkten ging es auch um ein allgemein interessierendes verkehrspolitisches Thema. Dabei kam der Bürgerinitiative wieder einmal ihre gute Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden zugute. Nach „BUND“, „Nabu“ und „ProBahn“ war mit Hermann-Josef Vogt aus Coesfeld diesmal der stellvertretende Bundesvorsitzende des alternativen Verkehrsclubs VCD der Hauptreferent.

„Die Maut – geeignetes Korrektiv einer verfehlten Verkehrspolitik?“ lautete die kritische Frage. Die Maut sei seit VCD-Gründung im Jahre 1986 eine Grundforderung des VCD. Von ihr verspreche man sich mehr Kostengerechtigkeit sowie zunehmende Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Wie die LKW-Maut zurzeit gehandhabt werde, könne sie dieses Ziel jedoch nicht erreichen. Die Beschränkung auf den Autobahnverkehr führe vielfach zur Mautflucht, erklärte Vogt. Deshalb müsse die Maut für das gesamte Straßennetz kassiert und deutlich von zurzeit 12,4 auf 25 Cent erhöht werden sowie alle LKWs ab 3,5 (bisher 12) Tonnen betreffen und eine Staffelung der Gebühren nach Emissionsklassen beinhalten. Mautflucht-bedingten Belastungen auf Ortsdurchfahrten könne, wie es in einigen Kommunen bereits geschieht, mit Nachtfahrtverboten oder Geschwindigkeitsreduzierung begegnet werden.

An diesem Punkt wurde die Versammlung wieder durch die lokale Verkehrsproblematik eingeholt. Dieser stellte sich die Bürgerinitiative mit ihren zurzeit 506 Mitgliedern auch im vergangenen Jahr wieder in vielfältiger Weise. Das bewies die zwei Seiten umfassende Auflistung der IWS-Aktivitäten 2004/2005, die Schriftführer Albert Leendertse erstellt hatte. Der geschäftsführende Sprecher Rolf Röhling hob in seinem Jahresbericht beispielhaft das Engagement der von Sprecher Franz Maxwill geleiteten „Arbeitsgemeinschaft Bahn“ hervor. Das von IWS-Mitgliedern in den zurückliegenden Jahren gezeigte bürgerschaftliche Engagement finde nun auch durch die neue politische Führung späte Anerkennung. Rolf Röhling begrüßte Bürgermeister Jochen Walter in der IWS-Versammlung. Walter, der sich im Vorfeld der Kommunalwahl mehrfach kritisch zu den B 64n-Planungen geäußert hatte, machte in seinem Grußwort einerseits klar, dass er Umgehungsstraßen um Freckenhorst und Warendorf zwar für „unverzichtbar“ halte. Die Dimensionierung der Straße, wie sie aus den derzeitigen Planung hervorgehe, gebe aber Anlass zur Sorge. Der Flächenverbrauch sei enorm und verursache neben zu erwartenden Belastungen große Probleme für die Landwirtschaft. Darum müsse das Gespräch mit den Betroffenen in den Bauerschaften und südlichen Wohnvierteln gesucht werden. In der neugegründeten Verkehrswerkstatt werde sich nach den Sommerferien auch eine Arbeitsgruppe zur B 64n-Thematik bilden, zu der Walter die anwesenden IWS-Mitglieder ausdrücklich einlud. IWS-Sprecher Udo Gohl gab in seiner Funktion als Mitarbeiter im Bürgermeisterbüro anschlie0ßend Hinweise zur Verkehrswerkstatt.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurden folgende Personen in den IWS-Vorstand gewählt: Udo Gohl, Franz Maxwill und Rolf Röhling als Sprecher, Irmgard Knetter als Kassiererin und Albert Leendertse als Schriftführer. Als Beisizer/innen wurden gewählt: Michael Kalin, Maria Kleickmann, Christine Mix, Michael Nahues und Wilhelm Thumel. Als Kassenprüfer fungieren Hubert Fenke und Ralf Grawe. Dr. Irmgard Schmieder, von Anfang an im Vorstand mit dabei, stellte sich wegen ihres anderweitigen ehrenamtlichen Engagements nicht mehr zur Wahl.

 

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Stand: 30. Juni 2005