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Interessengemeinschaft Warendorf-Süd

Westfälische  Nachrichten 29-05-2015

 

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B 64 wird ab 2019 für Fernverkehr uninteressant

Die "G4", Gemeinschaft der vier B 64n-kritischen Bürgerinitiativen aus Warendorf, Beelen und Herzebrock-Clarholz, hat einen Brief an den Bundesverkehrsminister gerichtet. Darin setzt sie sich mit den Äußerungen der Landräte Sven-Georg Adenauer und Dr. Olaf Gericke sowie des Münsteraner Oberbürgermeisters Markus Lewe  auseinander. Diese hatten - wie berichtet - kürzlich ebenfalls an Dobrindt geschrieben.

Zu Unrecht, so die "G4", werde in deren Schreiben der Eindruck einer vor Ort geschlossenen Befürwortung der Autoschnellstraße B 64n erweckt. Unter anderem weist die G4 auf die mehr als tausend zahlenden Mitglieder hin, die den Widerstand der Bürgerinitiativen gegen die B 64n-Planung unterstützen. Vor allem die Bewohner der Bauerschaften lehnten die über lange Distanzen vorgesehene Führung der Straße in Dammlage kategorisch ab. Allein in Warendorf hätten 60 Grundeigentümer erklärt, für die geplante Straße keinen Quadratmeter an Grund und Boden zur Verfügung stellen zu wollen und würden in der Vertretung ihrer Rechte, wenn erforderlich, bis zur letzten Instanz gehen.

Sodann nimmt die "G4" auf die Behauptung der Landräte Bezug, wonach die B 64 als Teil der Achse Münster-Bielefeld „zwingend die Priorisierung im Bundesverkehrswegeplan 2015 benötige“. Die Stichhaltigkeit dieser Äußerung wird aus mehreren Gründen bezweifelt: Laut Bundesverkehrszählungen sei die Verkehrsentwicklung auf der B 64 eher rückläufig.  Sodann sei ein gehöriger Anteil des zurzeit über die B 64 abgewickelten Schwerlastverkehrs Maut-Ausweichverkehr. Da aber demnächst auch die Bundesstraße 64 mautpflichtig werden soll, werde dieser Verkehr zum großen Teil wieder auf die Autobahn zurückfließen.

Das wichtigste Argument der G4: Als Hauptgrund für die Planung einer B 64n werde immer die bessere Verbindung der Oberzentren Münster und Bielefeld angeführt. Wenn aber 2019 der A 33-Lückenschluss erfolgt sei, werde der Weg über die B 64 für den Fernverkehr uninteressant. Dann könne dieser von Münster nach Bielefeld ausschließlich über Autobahnen laufen: A 1 – A 30 - A 33. Die Strecke sei zwar vier Kilometer länger als über die geplante B 64n, dafür aber deutlich zügiger zu fahren.

Die kostenaufwendige Baumaßnahme B 64n sei bei knappen öffentlichen Kassen nicht zu rechtfertigen.

 

 

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Stand: 28. Mai 2015