Westfälische Nachrichten 30-03-2017

 

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Für viele bleibt die Sinnfrage ungelöst

Kritiker der B 64n beklagen unverhältnismäßige Ausführung

Von Jörg Pastoor

Ist der verkehrliche Anschluss der Walgernheide nicht anders - besser - realisierbar? Stimmt es wirklich, dass der von den geplanten Brücken ausgehende Verkehrslärm keine Schutzmaßnahme erforderlich macht? Sorgt die an einigen Stellen vorgesehene Bepflanzung der B 64-Seiten nach einigen Jahren für ein weniger störendes Bild in der bisher straßenfreien Landschaft zwischen Warendorf und Freckenhorst? Lässt sich im Wasserschutzgebiet bei Beelen das Eindringen von Oberflächenwasser in das dortige Grundwasser durch die geplante Kanalisation verhindern, bleiben also die privaten Brunnen dort sauber?

Fragen über Fragen, und das waren nur einige wenige in der vierstündigen (!) Informationsveranstaltung. Die Stadt hatte das Theater am Wall dem Landesbetrieb Straßen NRW dafür zur Verfügung gestellt, auch die zwei Stunden zuvor hatten Behördenvertreter und Vertreter dreier beteiligter Fachbüros viele Antworten zu geben. Auch wenn die meisten Bürger sich damit abgefunden zu haben scheinen, dass die im Bundesverkehrswegeplan auf "grün" geschaltete Straßenbaumaßnahme nicht zu verhindern sein wird.

Bürgermeister Axel Linke hatte die Anwesenden bei seiner Begrüßung um Mäßigung gebeten. Manfred Ransmann hatte auf den sehr frühen Verfahrensstand hingewiesen, dass an diesem Abend nicht alle Fragen beantwortet werden könnten: "Noch sind ja nicht alle Unterlagen fertig - der heutige Termin ist nicht irgendwie abschließend." Vieles werde in den nächsten Schritten noch weiter im Detail überprüft.

Die Beiträge und oft kritischen Fragen blieben während der folgenden vier Stunden durchweg fair; vielleicht hatte die Klarstellung der Behördenmitarbeiter gezogen, dass sie für die Umsetzung eines gesetzlichen Auftrags diese Straße realisieren, also nur ihre Arbeit machen.

Dennoch passte Manfred Ransmanns Hinweis manchem nicht, dass dieser Auftrag demokratisch legitimiert sei. "Die Straße bringt uns doch keine Entlastung, sondern im Gegenteil Belastung", so ein Bürger. Wenn die Freckenhorster Umgehung nicht auch komme, würden dort sogar noch mehr Autos zählbar. In Vohren steige, das hatte eine Gutachterin bekanntgegeben, das Verkehrsvolumen dann um 60 Prozent.

Dass die B 64 als Schnellweg zwischen den Oberzentren Münster und Bielefeld so hohen Rang genieße, bringe Warendorf neben dem Verlust von Landschaft und Ruhe nichts außer mehr Verkehr, sahen sich die Sprecher von Initiativen gegen die Straße bestätigt.

Ein Mann aus Freckenhorst ärgerte sich, dass keiner der Wahlkreis-Bundestagsabgeordneten an diesem Abend den Weg ins Theater am Wall gefunden habe, die mit für die neue Straße gestimmt haben. "Einige Kommunalpolitiker", warf Bürgermeister Axel Linke daraufhin ein, "sind aber hier, weil es sie interessiert."

 

ANMERKUNG:

Bei Interesse an der digitalen Zusendung der am 28.03.2017 durch den Landesbetrieb Straßen NRW vorgestellten Trasse der B 64n-Ortsumgehung Warendorf wenden Sie sich bitte an den IWS-Vorstand (iws@b64n-nein.de).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Stand: 23. April 2017